Über mich

Moin! Ich bin amo (Andreas) und Gründer von amMoto.
Um es gleich vorweg zu sagen: das alles hier ist für mich eine aus meinem Hobby und Leidenschaft (Harley) Motorradfahren entstandene Nebentätigkeit.
Meine berufliche Leidenschaft gilt meinem Hauptjob - da bin ich privilgiert bei dem Top-Arbeitgeber hier im Norden mit vielen tollen Kollegen zusammen "Technik für das Leben" machen zu dürfen.
Also seid mir nicht allzu böse, wenn es hier mal mit einer Antwort etwas länger dauert ;-)
Bei Interesse könnt ihr bei linkedin mehr über mich erfahren.
The Story
Der Anfang
Angefangen hat das alles mit meiner 48. Die hatte "nur" einen einfachen Tacho mit einer "minimalistischen" LCD Anzeige für zusätzliche Informationen.
Daher habe ich mir einen Drehzahlmesser und eine Ganganzeige, die ich immer gut ablesen konnte, gebastelt.
Da ich mich eher mit Elektronik und Software anstatt Mechanik auskenne, war für mich der Weg die Daten vom Fahrzeugbus zu lesen und auf dem Mobiltelefon darzustellen.
Kaum hatte das mit Drehzahl und Gang funktioniert kamen Geschwindigkeit, Betriebsanzeigen, Blinker und Kilometerstand hinzu. Für meine Low Rider S dann auch die Cruise Control Anzeigen und Restkilometer.
Reifendruck-Sensoren hatte ich als Anbauteil, wollte aber dafür nicht noch eine App installieren, daher war das nächste diese mit in die amVision App zu integrieren.
Als Spielerei wollte ich dann noch den Klappenstand meiner elektronisch geregelten Abgasanlage darstellen. Diese ist zwar auch an den Fahrzeugbus angeschlossen, aber gab ohne weiters nichts über den Zustand preis. Daher habe ich in einem Harley Forum nachgefragt, ob jemand eine Idee hat wie ich den Zustand über den Fahrzeugbus abfragen kann. (Spoiler: leider habe ich da noch keine Infos).
Auf diese Nachfrage hin habe ich schon mal viele Anfragen zum Testen aus dem Forum bekommen - eine davon von PERFECTMILE. Dem habe ich dann einen Adapter gebastelt und die App gegeben, worauf dieser ein Youtube Video veröffentlicht hat => Die beste App für Harley Davidson Motorräder? – Meine Erfahrung mit amVision
Daraufhin haben sich sehr viele Interessierte bei mir gemeldet und angeboten die App zu testen. Das habe ich zum Anlass genommen eine Testphase zu starten. Diese Phase hat mir die Möglichkeit gegeben, die App und den Adapter an über 50 unterschiedlichen Harley-Bikes zu erproben – und das lief weitestgehend ohne Probleme oder Ausfälle. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Tester für ihre Bereitschaft, die tollen Rückmeldungen und die kreativen Ideen für neue Features!
Nach vielen positiven Rückmeldungen von euch habe ich mich entschieden, aus der App und dem Adapter ein Produkt zu machen. Dabei durfte ich auch lernen, was es bedeutet, ein funkendes Gerät, das am Fahrzeugbus betrieben wird, auf den europäischen Markt zu bringen – eine spannende, aber auch investitionsreiche Erfahrung!
Typgenehmigung und Konformität
Um so einen Adapter legal am Fahrzeugbus betreiben zu dürfen, muss dieser eine Typgenehmigung haben, in diesem Fall nach UN ECE R10.
Diese Typgenehmigung wurde für den amConnect vom Kraftfahrtbundesamt erteilt, nachdem die Konformität des Produktes und die Konformität der Produktion nachgewiesen wurde. Also der Nachweis, dass die Konstruktion und auch jedes hergestellte Bauteil konform ist. Das bedarf zum einen den Nachweis durch Test des Produktes durch einen akkreditierten technischen Dienst, zum anderen die Überprüfung der CoP (Conformity of Production) mit der sogenannten Anfangsbewertung. Die Tests hat in diesem Fall der TÜV Rheinland LGA Products GmbH, Nürnberg durchgeführt und TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH, Köln hat als technischer Dienst fungiert. Die Anfangsbewertung wurde durch das Kraftfahrtbundesamt bei mir vor Ort in der Fertigung durchgeführt.
Das funktioniert natürlich nicht mehr mit als Prototypen gebastelte Adapter, sondern ich musste die Herstellung des Adapters komplett industralisieren. Am Ende war eine Produktionslinie aufbaut, die nun im Technikzentrum Lübeck angesiedelt ist.
Die Mühen haben sich gelohnt: der amConnect Adapter ist vom KBA typgenehmigt und hat einen E1 Kennzeichnung mit einer spezifischen Genehmigungsnummer erhalten!
Dieser Nachweis der Konformität ist keine Einmalveranstaltung. In regelmäßigen Abständen muss dieser wiederholt werden, auch wenn sich das Produkt nicht ändert.
Bei Anpassungen müssen diese Bewertet und ggf. eine erneute Typgenehmigung erlangt werden. Und ich muss die Marktüberwachung und Rückverfolgbarkeit sicherstellen, damit im Falle einer Nichtkonformität auch Maßmahmen eingeleitet werden können.
Da der Adapter per Bluetooth funkt, muss dieser zusätzlich der sogenannten RED (Radio Equipment Directive) entsprechen, um in der EU auf den Markt gebracht werden zu dürfen. Das bedeutet weitere Prüfungen in den Bereichen Funktechnik, erweiterte EMV-Tests sowie elektrische Sicherheit, Gesundheit, Cybersecurity und Datenschutz. Diese Prüfungen hat der amConnect Adapter auch bestanden – damit dürfte dann auch die Bundesnetzagentur zufrieden sein.
Um den Anforderungen der Produktsicherheit, Produkthaftung und Nachhaltigkeit entsprechen zu können, habe ich auch eine Qualitätspolitik und Qualitätsziele eingeführt.
Ich hoffe, dass das nur der Anfang ist und ich weiterhin für die Verbesserung eures Fahrerlebnisses insbesondere die amVision App weiter voranbringen darf. Ideen sind schon sehr viele da!